Bleiche Wald Keller & Kuhn Architekten Zurich Versicherung Leutenegger Installations AG

Reglement

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Die Bleiche Motor Trophy richtet sich einerseits an Oldtimerfreunde, die es lieben stilvoll durch die Landschaft zu kreuzen und sich ganz dem Genuss des Fahrens hinzugeben, ohne den Druck von komplizierten Wegbeschreibungen oder Stoppuhren und andererseits an Fahrer, die den nötigen Mut aufbringen, sich sportlichen Herausforderungen zu stellen.

Die schöne Landschaft des Zürcher Oberlands, die steilen und kurvenriechen Strassen und die dichten Wälder bieten ideale Voraussetzungen für die beiden Kategorien: Freude am Fahren und Sport.

Die allgemeingültigen Verkehrsregeln sind strikte einzuhalten und stehen jederzeit über den Anweisungen in diesem Reglement. Die Rallyeorganisation behält sich vor, jederzeit zusätzliche Strafpunkte zu verteilen, insbesondere bei nicht eingehaltenen Sicherheitsvorschriften.

Zugelassen sind Autos bis und mit Jahrgang 1985 (1. Inverkehrssetzung). Das OK kann auf Anfrage jüngere Autos zulassen.

Die Autos werden vor dem Start geprüft. Die Teilnahme an der Wagenkontrolle ist für beide Kategorien obligatorisch.

Die Bleiche Motor Trophy gliedert sich in drei unterschiedliche Etappen. Die Nachtfahrt am Freitag, die Morgen- und die Nachmittagsfahrt und die Sonderprüfung im TCS Verkehrssicherheitszentrum Betzholz (Bleiche Slalom Cup) am Samstag.

Der Besuch des Fahrerbriefings ist obligatorisch.

Der Start erfolgt gemäss Startliste in der Nummernreihenfolge.

VERSICHERUNG

Die Versicherung für die Fahrzeuge, deren Insassen sowie die Haftpflicht gegenüber dritten, ist Sache des Teilnehmers. Die Veranstaltung wird im Rahmen des Schweizer Strassenverkehrsgesetzes ausgetragen. Der Veranstalter lehnt ausdrücklich jede Haftung ab. Der Veranstalter haftet auch nicht bei allfälligen Parkschäden oder sonstigen Schäden an den Fahrzeugen.

Kategorie Sport
Die Kategorie Sport (mit Zeitmessung) richtet sich an sportliche Fahrer.

Kategorie Freude am Fahren
In der Kategorie Freude am Fahren (ohne Zeitmessung) stehen Genuss und Plausch im Vordergrund mit Ausfahrten entlang schöner Routen ohne Zeitwertungen und Sonderprüfungen. Weder an das Fahrzeug noch an die Ausrüstung werden spezielle Anforderungen gestellt. Die Routen sind anhand einfacher Wegbeschreibungen zu fahren, wo es dem OK nötig erscheint wird ein Führungsfahrzeug den Weg zeigen.

Kategorie Bleiche Slalom Cup
Diese Kategorie absolviert den Slalom Cup im TCS Verkehrssicherheitszentrum Betzholz, Hinwil.
AUSRÜSTUNG

Alle Rallyehilfsmittel wie Tripmaster, Schnittcomputer, Stoppuhren etc. sind erlaubt. Die Benutzung von Mobiltelefonen während der Rallyeetappen ist nur in Notfällen erlaubt.

ERFORDERLICHE AUSRÜSTUNG

Die teilnehmenden Fahrzeuge müssen den gesetzlichen Anforderungen des Strassenverkehrsamts entsprechen und gültig vorgeführt sein. Die Fahrzeuge müssen mit nachfolgendem Equipment ausgerüstet sein:
  1. Ein Feuerlöscher von mindestens 1.5 Liter Fassungsvermögen, sicher befestigt und in Reichweite der Besatzung wird empfohlen.
  2. Erste-Hilfe-Kit.
  3. Warndreieck; Warn-Blink-Leuchte wird empfohlen.
  4. Sicherheits-Westen in der Farbe gelb, rot oder orange.
  5. Eine Taschenlampe mit frischen Batterien.
Überrollbügel sind erlaubt, die Verwendung von Sicherheitsgurten wird empfohlen.
 
RALLYE HINWEISE (für die Kategorie Sport)

Bei der Bleiche Motor Trophy geht es darum, den richtigen Weg von Anfang bis Ende in der vorgegebenen Zeit fertig zu fahren.

Streckenposten, Zeit- und Wegkontrollen werden, wo nötig, mit Rallye-Symbolen markiert.

Nachfolgende Rallye-Systeme können zur Anwendung kommen:
 
A) Tulip-System
Basierend auf den skizzierten Situationen (Chinesenzeichen) und auf den hier erwähnten Regeln, fahren Sie die Route vom Start bis zum Ende der Etappe.

Die Tulip-Abschnitte im Roadbook enthalten mehrere Hinweise:
  1. Der Abstand von der vorherigen Situation (Meter) z.B. 1.45 Km und die Distanz vom Start (Gesamtmeter) z.B. 23.47 km. (Roadbook in Meilen ebenfalls erhältlichh).
  2. Die skizzierte Situation.
  3. Zusätzliche unterstützende Informationen.
Die Situationsskizzen von kurvigen Strassen sind nicht immer völlig im Einklang mit der aktuellen Situation gezeichnet.
Es ist in der Nähe der Bleiche Wald ein Eichkilometer markiert. Die Distanzen wurden mit dieser Länge aufgenommen.
 
B) Karten lesen
Das Fahren nach Landeskarten im Massstab von z.B. 1: 25'000 unterliegt bestimmten Regeln:
  1. Sie dürfen nur die Strassen befahren, die auf der Karte markiert sind.
  2. Die Markierungen auf der Karte enthalten Orientierungspunkte und Pfeile.
  3. Es ist nicht gestattet, gegen die Richtung eines Pfeils zu fahren (ausser wenn dies von den Streckenposten angezeigt wird.
  4. Wenden auf der Strasse ist nicht gestattet.
  5. Wenn eine Strasse nicht gefahren werden kann oder Sie sich verirrt haben, sollten Sie auf kürzesten Weg auf die ursprünglich angegebene Strasse zurückkehren.
  6. Es gibt immer einen Weg in Richtung des Pfeils.
Wertungsprüfungen

Es sind Bereiche ausgeschieden, wo spezielle Wertungsprüfungen absolviert werden müssen. Bitte folgen Sie den Anweisungen der Streckenposten.

Beispiele für Wertungsprüfungen:

Gleichmässigkeit
Es sind längere Streckabschnitte definiert, die Sie genau in der vorgegebenen Geschwindigkeit (z.B. 10 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 43.4 km/h) zurücklegen müssen.

Es gibt auch kürze Streckenabschnitte, sogenannte Sprints, die Sie ebenfalls genau in der vorgegebenen Zeit absolvieren müssen (z.B. 500 m mit einer Durchschnittgeschwindigkeit von in 40 km/h oder z.B. 500 m in genau 43 Sekunden).
Navigation
Sie müssen eine definierte Strecke nach Landkarte fahren in einer vorgegebenen Durchschnittsgeschwindigkeit.

Beschleunigungs- und/oder Bremstest, Geschicklichkeitsprüfungen
Im TCS Verkehrssicherheitszentrum Betzholz, Hinwil müssen Sie z.B. einen Beschleunigungs- und Bremstest über eine vorgebende Distanz absolvieren oder einen abgesteckten Parcours (z.B Slalom) durchfahren oder fahrerische Geschicklichkeits- und Gleichmässigkeitsprüfungen absolvieren.
 
BOARD-KARTEN

Die Boardkarten werden Ihnen am Start der Etappen übergeben.

Die Boardkarten haben verschiedene Spalten:
  1. Eine Spalte für die TC. Zuerst wird die Startzeit angegeben. Sie können im nächsten Bereich Ihre Ideale Zeit eintragen. Die anderen Plätze sind für die Streckenposten.
  2. Eine Reihe von Bereichen in denen Sie die RC abstempeln müssen (unbemannte Posten) oder wo die Streckenposten ihren Stempel anbringen. Die RC müssen in der richtigen Reihenfolge eingetragen werden. Ein Überspringen von einem Quadrat, oder nachträgliche Korrekturen werden bestraft.
  3. Eine Tabelle für das Eintragen der Baumaffen etc. Falsche Reihenfolge oder nachträgliche Korrekturen werden bestraft.
  4. Ein Abschnitt ist für Eintragungen der Streckenposten reserviert.
Bei der Ankunft an einen Kontrollposten muss die Boardkarten an den Streckenposten übergeben werden. Am Ende eines Abschnitts trägt der Streckenposten den Zeitpunkt der Ankunft ein.
 
ÜBERWACHUNG
 
Wegkontrollen
Route-Controls (RC) sind da, um zu überprüfen, ob Sie die richtige Route gefahren sind. Dies können entlang der Strasse aufgehängte Buchstaben sein (Baumaffen), oder sie sind in der Form eines Kontrollpostens, wo Sie Ihre Kontrollkarte abstempeln müssen oder der Kilometerstand Ihres Autos erfasst wird.

Die Position einer bemannten Kontrolle kann durch ein Schild "Control" angegeben werden.

Die RC sind in der Regel auf der rechten Strassenseite angeordnet.

In der Nachtetappe unterscheiden wir "helle" und "dunkle" Kontrollposten. Helle Posten sind beleuchtet, dunkle Posten nicht.

Zeitkontrollen
Time-Controls (TC) sind da um zu überprüfen, ob Sie die Wertungsprüfungen in der vorgeben Zeit absolviert haben. Für zu frühes oder zu spätes Passieren der TC erhalten Sie Strafpunkte. Die Boardkarten müssen Sie abgeben damit ihre Zeit eingetragen werden kann.
Die TC sind in der Regel auf der rechten Strassenseite angeordnet.
Im ausgeschilderten Bereich vor der TC dürfen Sie nicht anhalten.
Wenn bei einer TC die Zeitmessung fliegend erfolgt, müssen Sie durch die TC fahren ohne anzuhalten. Dies wird aber in jedem Fall ausgeschildert.

STRAFEN / BONUSPUNKTE
1. Zeitstrafen
Zu spätes Erscheinen am Start einer Etappe führt zu 100 Straffpunkten pro angefangene Minute.
Zu frühes oder zu spätes Eintreffen bei einem Etappenziel ergibt pro angefangen Sekunde 10 Strafpunkte.

2. Wegkontrollen
Jeder verpasste RC ergibt 100 Strafpunkte.
Jeder nicht gesehene und notierte Baumaffe ergibt 30 Strafpunkte.
Fahren Sie eine mit einem Pfeil gekennzeichnete Strasse in die entgegengesetzte Richtung werden Sie bestraft.
 
2. Wertungsprüfungen
2a) Bei einer Gleichmässigkeitsprüfung:
Sie erhalten 5 Strafpunkte für jede Sekunde zu spät oder zu früh während der Gleichmässigkeitsprüfung.
2b) Geschicklichkeitsprüfungen:
Die Strafpunkte werden nach Schwierigkeit der einzelnen Prüfungen verteilt. Disqualifikation oder Auslassen des Tests führt zu 500 Strafpunkten.

Die Rallye-Organisation kann zu jeder Zeit Strafpunkte verteilen, wenn sie Regelverstösse feststellt. Insbesondere werden Strafpunkte vergeben, wenn es sich um Aspekte der Sicherheit handelt. Bitte ermöglichen Sie sicheres Überholen durch nachfolgende Teilnehmer.

Berechnungsgrundlage und Strafmass der Strafpunkte, sowie alle andern Bestimmungen werden am Fahrermeeting kommuniziert.

HANDICAP


Damit die älteren Autos nicht benachteiligt werden gelten folgende Handicap-Faktoren.

Für Autos bis zum Alter 1939
Faktor 1

Für Autos mit einem Alter von 1945-1950
Faktor 1.3

Für Autos mit einem Alter von 1950-1960
Faktor 1.6

Für Autos mit einem Alter von 1960-1985
Faktor 1.9

Zugelassen sind Autos bis und mit Jahrgang 1985 (1. Inverkehrssetzung). Jüngere Autos erhalten Strafpunkte nach Ermessen der Jury.
 
KLASSEMENT

Die Bleiche Motor Trophy wird gewonnen vom Team mit der geringsten Anzahl (Straf-) Punkte.
Im Falle eines ex aequo gewinnt das ältere Auto. Bei gleichem Alter das Auto mit dem geringeren Hubraum, bei gleichem Hubraum der ältere Fahrer.

PROTEST

Gegen Entscheidungen des Veranstalters oder der Rallyeorganisation, gegen Kontrollen, Wertungen und Beschlüsse jeglicher Art können keine Proteste erhoben werden (Rechenfehler werden korrigiert).

ABSAGE / DISQUALIFIKATION

Ist die Durchführung der Bleiche Motor Trophy durch unvorhersehbare Vorkommnisse wie extreme Wetterbedingungen oder andere elementare Ereignisse nicht möglich, so können einzelne Etappen ersatzlos gestrichen werden. Während der Veranstaltung können Teile der Prüfung neutralisiert werden. Dem Strassenverkehrsgesetz widrige Fahrweise wird mit Disqualifikation geahndet.

ORGANISATION

Durchgeführt wird die Bleiche Motor Trophy vom Verein Bleiche Motor Trophy unter Leitung des Organisationskomitees.

OK Bleiche Motor Trophy, Oktober 2016